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Wie werden aus Kosten Prämien?

Die Prämien in der obligatorischen Grundversicherung widerspiegeln die Gesundheitskosten. Je stärker also die Kosten für medizinische Behandlungen in einem Jahr steigen, desto mehr steigen im folgenden Jahr auch die Prämien.

In der Grundversicherung dürfen die Krankenversicherungen keinen Gewinn erzielen, die Prämien müssen die Kosten decken. Darum sind die Krankenversicherungen nicht frei in der Festsetzung der Prämien, sondern diese werden vom Bundesamt für Gesundheit genehmigt.

Pro Prämienfranken in der Grundversicherung werden rund 95 Rappen für die Bezahlung von Leistungskosten ausgegeben. Nur rund 5 Rappen werden für den administrativen Aufwand der Versicherungen verwendet. Dazu zählen nicht nur die Kosten für Werbung und Vertrieb, sondern insbesondere auch die Aufwände für die Verarbeitung der von den Kunden eingesandten Rechnungen, für Vertragsmutationen und in jüngster Zeit vermehrt auch für die Erfüllung zahlreicher neuer Behördenvorschriften. Gerade im Gesundheitswesen haben die staatlichen Regulierungen in den letzten Jahren deutlich zugenommen, was den administrativen Aufwand für die Krankenversicherungen erhöht hat. Trotzdem belaufen sich die Verwaltungskosten auf lediglich rund 5% der Prämien.

Prämien und Leistungen in der obligatorischen Grundversicherung

Die Ausgaben der Krankenversicherungen für medizinische Leistungen haben sich zwischen 1996 und 2021 mehr als verdoppelt: von CHF 1‘491 auf CHF 3‘627. Gleiches gilt für die Prämien pro versicherte Person (1996: CHF 1‘539; 2021: CHF 3‘788), denn sie müssen die anfallenden Leistungskosten decken und sind daher ein Abbild der Gesundheitskosten.

Überschüsse fliessen in die zweckgebundenen Gewinnreserven der obligatorischen Grundversicherung. Sie stellen sicher, dass die vom Bundesamt für Gesundheit geforderte Mindesthöhe der Reserven erfüllt ist und auch unerwartet hohe Leistungskosten jederzeit gedeckt werden können.

Diagramm: Entwicklung der Prämien und Leistungen in der obligatorischen Grundversicherung von 1999 bis 2021. 1996: CHF 1‘539, 2021: CHF 3‘788
Quelle: Bundesamt für Gesundheit: Statistik der obligatorischen Krankenversicherung 2006 und 2021

Aufteilung der Kosten in der obligatorischen Grundversicherung

Bruttoleistungen (Kosten zu Lasten der Krankenversicherer inkl. Kostenbeteiligung der Versicherten) nach Kostengruppe

Kuchendiagramm. Leistungskosten zu Lasten der Krankenversicherer inklusive Kostenbeteiligung der Versicherten: <br/>ambulante Arztbehandlungen: 23%, stationäre Spitalbehandlungen: 19%, ambulante Spitalbehandlungen und Medikamente: jeweils 18%, Pflegeheime und Labore: jeweils 5%, Physiotherapie: 4%, Spitex: 3%, weitere Leistungen: 5%.
Quelle: Bundesamt für Gesundheit: Statistik der obligatorischen Krankenversicherung 2021

Leistungskosten nach Anzahl Versicherte

Wenige Versicherte beanspruchen viele Versicherungsleistungen

  • Etwa ein Drittel aller Versicherten (weinrot) beansprucht überhaupt keine Versicherungsleistungen.
  • Mehr als die Hälfte aller Versicherten (gelb) benötigt verhältnismässig wenige medizinische Behandlungen und verursacht rund 34% der Leistungskosten (< CHF 10’000.–).
  • Nur 8% der Versicherten (violett) verursachen aufgrund von ernsthaften Erkrankungen mit längeren medizinischen Behandlungen 66% der gesamten Leistungskosten (> CHF 10’000.–)
Diagramm: 32% der Sympany Versicherten beanspruchen keinerlei Versicherungsleistungen. 60% der Sympany Versicherten beanspruchen 34% der Versicherungsleistungen. 8% der Sympany Versicherten beanspruchen 66% der Versicherungsleistungen.
Quelle: Sympany, Leistungskosten 2021

Finanzierungsquellen der Gesundheitskosten pro Jahr

In CHF Mio.

Kuchendiagramm. Finanzierungsquellen der Gesundheitskosten pro Jahr in Millionen Schweizer Franken:<br/>Obligatorische Krankenversicherungen: 33'063, Selbstzahlungen: 22'143, Kantone: 14'624, Privatversicherungen (Zusatzversicherungen): 5'940, andere Sozialversicherungen (AHV, IV, Unfallversicherungen): 5'446, andere öffentliche Finanzierung (andere Träger der sozialen Sicherheit und Sozialleistungen): 3'164, Bund: 3'094, Gemeinden: 2'218, andere private Finanzierung (insbesondere Leistungen für Pflegeheime, Zahnarztbehandlungen sowie ambulante und stationäre Kostenbeteiligungen der Krankenversicherung): 1'344
Quelle: KOF Konjunkturforschungsstelle: KOF Prognose der Gesundheitsausgaben Herbst 2021

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