Aua, Mittelohrentzündung: was hilft?

Mittelohrentzündungen sind ziemlich schmerzhaft. Wie Sie Beschwerden lindern können und wann Sie zum Arzt sollten.

Insbesondere Kinder zwischen sechs Monaten und sechs Jahren leiden recht häufig unter Mittelohrentzündungen. Im Gegensatz zu Erwachsenen haben sie eine enge und kurze Ohrtrompete. Schon bei kleinen Entzündungen schwillt sie leicht zu – zum Beispiel, wenn Bakterien aus Rachen und Nase ins Mittelohr gelangen. Symptome sind Schmerzen im betreffenden Ohr mit oder ohne Ausfluss, Schnupfen und gegebenenfalls Fieber.

Schmerz lindern und Entzündung hemmen

Mit Ibuprofen in altersgerechter Dosierung können Sie Schmerzen lindern und die Entzündung hemmen. Die Verbindung zwischen Ohr, Nase, Rachen und Nase sollte freigehalten werden. Bei kleineren Kindern sollten Sie dafür lieber Spülungen mit Meersalz verwenden und den Sekret vorsichtig absaugen, statt abschwellende Nasensprays zu nutzen.

Vermeiden Sie Ohrentropfen und reinigen Sie die Ohren nicht mit Wattetupfern. Bei anhaltendem Fieber, ausbleibender Besserung oder gar Verschlechterung kann der Kinderarzt Antibiotika verschreiben.

Mögliche Komplikationen

Blutungen und ein vorübergehender Hörverlust können auftreten, sind aber kein Grund zur Beunruhigung. Die meisten Mittelohrentzündungen heilen folgenlos ab.

Von Dr. Silvia Kurpanik, Allgemeinmedizinerin, eedoctors.ch

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