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Food Packaging Forum

Lebensmittelverpackungen sind wortwörtlich «in aller Munde»:

  • Einerseits, weil das Bewusstsein für die Umweltverschmutzung durch Plastikverpackungsmüll stark zugenommen hat.
  • Andererseits aber auch, weil die Chemikalien, die in normalen Lebensmittelverpackungen enthalten sind, von der Verpackung ins Lebensmittel übergehen können («Migration»), und via Nahrung dann in den Menschen gelangen.
     

Diese Tatsache ist noch etwas weniger bekannt, wird aber seit über 40 Jahren wissenschaftlich erforscht. Was allerdings noch zu wenig untersucht wurde, sind die gesundheitlichen Folgen dieser tagtäglichen, lebenslangen Belastung des Menschen durch Chemikalien, die aus Lebensmittelverpackungen migrieren.

Manche Chemikalien sind bekannt dafür, dass sie zur Entstehung bestimmter chronischer Erkrankungen beitragen, beispielsweise Krebs, Diabetes oder Unfruchtbarkeit. Es gibt bisher aber keine systematische Übersicht über alle Chemikalien in Lebensmittelverpackungen und ihre möglicherweise schädlichen Einflüsse auf die menschliche Gesundheit – obwohl dies ein wichtiger erster Schritt wäre für die Prävention schädlicher Chemikalienbelastungen im Alltag.

Food Verpackungen unter der Lupe: Chemikalien & Migration, Biomonitoring, Gesundheits-Impact

Ein Forschungsprojekt des Food Packaging Forums widmet sich diesem Thema. Auf systematische, wissenschaftliche Art erstellt die gemeinnützige Stiftung einen Überblick über das vorhandene Wissen zu den Themen Chemikalien in Lebensmittelverpackungen, Migration und menschlicher Belastung mit Verpackungschemikalien. Dazu gehört eine im November 2020 veröffentlichte Datenbank aller Chemikalien, die für die Herstellung von Lebensmittelverpackungen und anderen Lebensmittelkontaktmaterialien verwendet werden können. Ebenfalls wurde eine Liste mit 608 Chemikalien zusammengestellt, die aufgrund ihrer Toxizität in Lebensmittelverpackungen vermieden werden sollten.

Derzeit arbeitet das Team des Food Packaging Forums an einer Datenbank aller Chemikalien, die nachweislich aus Lebensmittelkontaktmaterialien migrieren oder daraus extrahierbar sind.

In einem nächsten Schritt wird das Forschungsteam eine systematische Übersicht aller Verpackungschemikalien erstellen, die auch schon im Menschen gemessen wurden («Biomonitoring»). Und anschliessend werden für jene Verpackungschemikalien, denen der Mensch nachweislich regelmässig ausgesetzt ist, die gesundheitlichen Auswirkungen zusammengetragen.

Somit erstellt das Food Packaging Forum eine öffentlich verfügbare Datengrundlage über das vorhandene Wissen, und zeigt die relevanten Wissenslücken auf. Diese Informationen dienen dann als Handlungsgrundlage für weitere Forschung und zur Prävention von vermeidbaren, schädlichen Chemikalienexpositionen, die zu chronischen Krankheiten führen könnten.

Ein Engagement der Stiftung Sympany.