Vertragsloser Zustand mit dem Universitätsspital Basel (USB)

Sympany verhandelt regelmässig die Tarife für stationäre Spitalbehandlungen in der halbprivaten und privaten Abteilung mit den Spitälern. Dabei können die Forderungen beider Seiten weit auseinanderliegen. Finden sie keine gemeinsame Lösung, führt das zu einem vertragslosen Zustand.

Leider ist dieser Fall nun mit dem USB eingetreten. Dies ist eine Ausnahmesituation und hat auch Auswirkungen auf die Versicherten. Beispielsweise kann es zu ungedeckten Mehrkosten kommen. Sympany setzt alles daran, ihre Versicherten davor zu schützen.

Gerne informieren wir Sie darüber, wie Sie bei einem bevorstehenden Spitalaufenthalt vorgehen können. Informationen zu den Hintergründen erhalten Sie weiter unten.

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Dies müssen Sie wissen:

Wer ist vom vertragslosen Zustand betroffen?

Betroffen sind privat und halbprivat versicherte Patienten des USB, die bei Sympany über eine stationäre Zusatzversicherung verfügen.

Nicht betroffen sind ambulante Behandlungen und stationäre Behandlungen in der allgemeinen Abteilung des USB.

Welche Auswirkungen hat der vertragslose Zustand?

Ohne Vertrag ist das bisherige partnerschaftliche Zusammenspiel zwischen dem USB, den Patientinnen und Patienten und Sympany in den Zusatzversicherungen empfindlich gestört. Das USB akzeptiert keine Kostengutsprachen von Sympany mehr. Statt die Spitalkosten Sympany in Rechnung zu stellen, belastet das USB Kosten für private und halbprivate Spitalaufenthalte nun direkt den Patienten. So können ungedeckte Mehrkosten entstehen, welche die Patienten selber tragen müssen. Bitte nehmen Sie daher bei einem bevorstehenden Spitalaufenthalt im USB mit Sympany Kontakt auf, damit wir gemeinsam mit Ihnen eine Lösung finden können.

Wie müssen Patienten vor, während und nach Spitaleintritt vorgehen?

Um Kostenfolgen zu verhindern, sollten halbprivat und privat versicherte Patienten des USB frühzeitig mit Sympany Kontakt aufnehmen. Sympany bespricht gemeinsam mit ihren Kundinnen und Kunden das Vorgehen und prüft mögliche Alternativen.

Grundsätzlich gilt: Patienten, die das Vorgehen bereits mit Sympany besprochen haben, leiten Spitalrechnungen bitte umgehend an Sympany weiter. Ansonsten bitten wir Sie, so rasch wie möglich mit uns Kontakt aufzunehmen.

Wendet Sympany Maximaltarife an?

Dort, wo Sympany Kostengutsprachen nach Tarifvereinbarung 2017 abgegeben hat, bezahlen wir die Behandlung vollumfänglich und halten die Kunden schadlos. Das ist uns bis jetzt gelungen.

Für alle anderen Fälle hat Sympany für Behandlungen in der privaten und halbprivaten Abteilung des USB sogenannte Maximaltarife (auch: Höchsttarife) festgelegt. Bislang liegt uns aber noch keine definitive solche Abrechnung des USB vor.

Warum hat Sympany Maximaltarife eingeführt?

Im Interesse aller Prämienzahler ist Sympany nicht bereit, die überhöhten Preise des USB zu bezahlen. Darum haben wir Maximaltarife eingeführt. Als direkte Folge kann es darum in der halbprivaten und privaten Zusatzversicherung zu ungedeckten Mehrkosten kommen, welche die Patientinnen und Patienten selber tragen müssen. Um Kostenfolgen zu verhindern, sollten halbprivat und privat Versicherte aber vor einem geplanten Spitalaufenthalt am USB frühzeitig mit Sympany Kontakt aufnehmen, damit wir gemeinsam eine Lösung finden können.

Wie erfahren Versicherte, ob Mehrkosten entstehen?

Jedes Spital hat gegenüber seinen Patienten eine Aufklärungspflicht. Diese gilt sowohl für die geplante medizinische Behandlung als auch für die Kostenfolgen dieser Behandlung.

Welche Mehrkosten können entstehen?

Je nach Behandlung und Behandlungsdauer können unterschiedlich hohe Mehrkosten entstehen. Bitte nehmen Sie darum vor einem geplanten Spitalaufenthalt im USB mit Sympany Kontakt auf.

Wie unterstützt Sympany ihre Versicherten?

Sympany nimmt ihre Verantwortung als zuverlässige Versicherungspartnerin wahr. Wir informieren betroffene Patienten über das Vorgehen, bieten ihnen Alternativen und erläutern ihnen die Hintergründe, die zum vertragslosen Zustand geführt haben. Gleichzeitig engagiert sich Sympany weiterhin für einen neuen Vertrag mit dem USB.

Welche Alternativen gibt es?

Um die Kundinnen und Kunden vor Kostenfolgen zu bewahren, bespricht Sympany im persönlichen Gespräch, ob ein Wechsel in die allgemeine Abteilung des USB in Frage kommt oder die Behandlung in der privaten oder halbprivaten Abteilung eines anderen Spitals sinnvoll sein könnte.

Wenn Sie mehr zu den Tarifverhandlungen wissen möchten:

Wie ist es zum vertragslosen Zustand gekommen?

Der bisherige Vertrag zwischen Sympany und dem USB im Bereich der halbprivaten und privaten Zusatzversicherungen ist Ende 2017 ausgelaufen. Bereits im Sommer 2017 hat sich Sympany um einen neuen Tarifvertrag bemüht.

Eine Vertrags­erneuerung scheiterte, weil das USB die Preise massiv erhöhen wollte, ohne entsprechende Mehrleistungen auszuweisen. Diese Preissteigerung hätte zu viel höheren Leistungszahlungen von Sympany und somit auch zu viel höheren Prämien für die Versicherten geführt.

Auf die Lösungsvorschläge von Sympany ist das USB nicht eingegangen. Im März 2018 hat das USB die Verhandlungen einseitig als gescheitert erklärt und abgebrochen.

Welche Lösungen hat Sympany vorgeschlagen?

Sympany war bereit, dem USB entgegenzukommen und die bisherigen Tarife mit moderaten Anpassungen bis Ende 2018 zu akzeptieren. Das hätte dem USB und Sympany Zeit gegeben, mit aller Sorgfalt ein neues Preismodell mit Mehrleistungstarifen auszuhandeln. Sympany anerkennt, dass die Umstellung auf ein neues Preismodell komplex und mit Unsicherheiten verbunden ist. Deshalb bot Sympany dem USB an, die Einführung des Mehrleistungstarifs mit einem Monitoring zu begleiten.

Weshalb akzeptiert Sympany die Tarife des USB nicht?

Als Treuhänderin ihrer Versicherten verlangt Sympany vom USB eine transparente Preisgestaltung. Diese Transparenz ist im Interesse aller Beteiligten und wird von der Finanzmarktaufsicht FINMA vorausgesetzt. Sympany akzeptiert Preiserhöhungen nur, wenn diese begründbar und mit einem höheren Patientennutzen verbunden sind.

Eine Vertrags­erneuerung scheiterte, weil das USB die Preise massiv erhöhen wollte, ohne entsprechende Mehrleistungen auszuweisen. Diese Preissteigerung hätte zu viel höheren Leistungszahlungen von Sympany und somit auch zu viel höheren Prämien für die Versicherten geführt.

Wie geht es weiter – welche Haltung vertritt Sympany?

Sympany ist an einer Weiterführung der Verhandlungen mit dem USB interessiert. Wir bieten im Interesse unserer Versicherten weiterhin Hand zu pragmatischen Übergangslösungen und sind bereit, gemeinsam mit dem USB einen gesetzeskonformen und wirtschaftlichen Vertrag zu erarbeiten und abzuschliessen.

Gleichzeitig ist es inakzeptabel, dass das USB den Konflikt auf dem Rücken der Patienten austrägt. Sympany bedauert dies sehr.